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Grundregeln bei der Aktivität auf Social-Media-Kanälen

Grundregeln bei der Aktivität auf Social-Media-Kanälen

Das Thema „Social-Media“ hat jeden von uns schon in irgendeiner Form, direkt oder indirekt tangiert. Allein schon die allgemeine Medienpräsenz sorgt dafür, dass auch dem härtesten Medien-Asketen Namen wie Facebook, Instagram, Wahtsapp oder Pinterest zwangsläufig ein Begriff sein müssen.

Nun ist man als Unternehmerin oder Unternehmer kaum noch dazu in der Lage, seine womöglich asketischen Vorlieben beim Thema Social-Media, entsprechend in die tägliche Geschäftswelt zu spiegeln. Hier sorgt allein die Frage, „brauchen wir das oder brauchen wir das nicht?“, für die entsprechend richtungsweisenden Entscheidungen.

Doch zu dieser Frage, die bereits die erkannte Notwendigkeit von Social-Media als Vertriebskanal beinhaltet, kann man nur kommen, wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst. Tut man das, wird man feststellen, dass große Teile der heranwachsenden Zielgruppen dort verortet sind. Rund 85% aller Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 35 nutzen Social-Media-Kanäle fast täglich.

Abhängig vom individuellen Geschäftsmodell, den Waren und Dienstleistungen die Sie im Angebot haben, ist es ein wesentlicher Schritt sich zu überlegen ob, wie und zu welcher Zeit Sie die eigene Zielgruppe auf den identifizierten Social-Media-Kanälen ansprechen. Dem voran geht wiederum ein klares Verständnis wie Social-Media-Kanäle funktionieren, welchen Regeln sie folgen, in welcher Welt man sich damit bewegt und wie das avisierte Ziel lautet, das man mit den Social-Media-Aktivitäten erreichen möchte.

Grundverständnis für Social-Media

Ein häufiger Irrtum ist der Glaube, man könne bzw. man müsse Social-Media bzw. Social-Media-Kanäle abgekoppelt von der eigenen Unternehmenswebsite betrachten. Grund dieser Annahme ist hier sicherlich der ein oder andere YouTuber, Vlogger oder ein Influencer mit hoher Reichweite den man im Hinterkopf hat, ohne aber genau zu wissen was hinter der Kamera tatsächlich passiert.

Fakt ist, auch wenn beispielsweise der Influencer mit seiner Reichweite auf Insta gutes Geld verdient, er arbeitet dennoch nicht auf seiner eigenen Plattform, sondern auf der eines fremden Anbieters. Sein Vertrauen in Mark Zuckerberg könnte man an dieser Stelle als grenzenlos bezeichnen.

Durch seine Aktivitäten verschafft der Influencer Instagram mehr und regelmäßige User, die seine und auch andere Inhalte konsumieren. Für diese Tätigkeit wird der Influencer von Instagram durch Einnahmen aus Werbung belohnt. Gesetzt den Fall, Instagram beschließt von heute auf morgen eine Anpassung des eigenen Algorithmus zu Ungunsten des Influencers – z.B. durch die fiktive Vorgabe, er müsse am Tag mindestens zweimal etwas posten damit er noch alle User erreicht, dann ist er dieser Vorgabe ausgeliefert. Instagram könnte auch komplett dicht gemacht werden, womit auch der Kanal des Influencers tot wäre.

Die eigene Website als Ausgangspunkt

Daraus leitet sich eigentlich eine ganz logische Sache ab – es gilt neben Social-Media auch einen eigenen Kanal im Sinne einer Website zu pflegen. Diese Website läuft unter der eigenen Domain und Inhalte, egal ob Texte, Bilder oder Videos, bilden einen Teil des eigenen Firmenwertes und nutzen die Social-Media-Kanäle lediglich als Host (YouTube für Videos) oder als Verbreitungskanal.

Die Website ist somit immer Ausgangspunkt und Backup-Versicherung zu gleichen teilen.

Es gelten die Regeln der Google-Welt

Egal ob Website, Onlineshop oder Social-Media-Kanal, man muss sich klar machen, dass man immer nach den Regeln von Google spielen muss um den „heiligen Gral“ der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu erreichen. Dies startet bei den richtigen Benennung einer Bilddatei und „endet“ beim SEO-konformen Umgang mit einem Video auf YouTube.

Social-Media ist also eines von vielen Google-Rankingsignalen, welche ich innerhalb einer individuellen Content-Marketing-Strategie bespielen muss, Ausgangspunkt jeder Aktivität dieser Art ist und bleibt jedoch die eigenen Website!

Ziele definieren

Die Zieldefinitionen Ihrer Aktivitäten auf den sozialen Medien sollten sich nach Ihren üblichen firmeninternen Maßstäben richten. Für gewöhnlich investiert man weder Zeit- noch Geldmittel etwa in Anlagen, wenn vorher nicht klar ist, wofür diese Anlagen in der Produktion eingesetzt werden sollen, wer sie bedient und in welchem Zeitraum man davon ausgehen kann, dass sich die Investition amortisiert bzw. rentiert.

Social-Media-Aktivitäten sollte man zu Beginn keines Falls als umsatzrelevanten Faktor einrechnen, schon allein auf Grund der oben genannten Tatsachen. Sehr wohl haben Sie allerdings ab einer gewissen Reichweite ihre Berechtigung wenn es um Imagepflege oder Recruiting geht. Die Imagepflege bezieht sich zumeist auf die lokale Bekanntheit vor Ort, als Teil des lokalen SEO. Viele Firmen entscheiden sich zudem schlicht dafür, weil es in der Branche zum guten Ton gehört und „es andere ja auch machen.“

Bis Social-Media als vertriebsrelevant eingestuft werden kann, abhängig von Ihrer Branche, wird immer eine geraume Zeit vergehen. 

Ziele können mit steigender Reichweite sein: Dabeisein | Imagepflege | Einblicke ins Unternehmen | Recruiting | Vertrieb | Verkauf | Interaktion mit der Zielgruppe…

Social-Media-Strategie

Wie schon erwähnt, sollte die Social-Media-Strategie teil einer übergeordneten Content-Marketing-Strategie sein, ansonsten läuft man Gefahr, nach dem anfänglichen Enthusiasmus schnell an seine Frustrationsgrenzen getrieben zu werden. Der Aufbau von Reichweite wird Ihnen heute von Facebook weitaus weniger leicht gemacht, also das noch vor 2018 der Fall war. Was war passiert? Es erfolgte wieder einmal eine Algorithmus-Anpassung und Facebook forderte nun verstärkt dazu auf, bezahlte Anzeigen zu schalten und dies nicht nur um neue Follower zu erreichen, sondern um auch weiterhin die bereits mühsam aufgebaute Zielgruppe noch vollständig zu erreichen. Wie gesagt, verlassen Sie sich nicht auf fremde Anbieter.

Natürlich macht es Sinn, wie auch in allen anderen Lebensbereichen, die richtigen Themen in der richtigen Form zur richtigen Zeit zu platzieren und dies mit der entsprechenden Ausdauer. Diese Faktoren kann man analysieren und daraus die passenden Schritte wie Medienproduktion und Timing ableiten.

Social-Media funktioniert nach den Prinzipien von Voyeurismus und Exhibitionismus, gepaart mit der Ausdauer eines Leistungssportlers. Wer diesen Prinzipien nicht folgeleistet, wird als langweilig und nicht sehenswert wahrgenommen – Follower bleiben somit aus oder springen ab.

Transparenz und Authentizität

Zur Anfangszeit des Internets reichte es, eine Visitenkarte im Netz zu haben, also eine Website auf der der Name der Firma, eine kurze Leistungsbeschreibung und die Anschrift zu finden waren. Was sich letztlich hinter dem Namen und der Adresse tatsächlich verbarg, konnte nur festgestellt werden, wenn man die physische Adresse aufsuchte. In der Zwischenzeit hat sich viel getan und das Web geht über an prächtigen Auftritten zur Selbstdarstellung, egal ob im B2B oder B2C Bereich.

Viele Firmen nutzen das Internet heute mehr denn je als Bühne ihrer Selbstdarstellung und lassen der Fantasie dabei buchstäblich freien Lauf – manchmal auch etwas zu viel freien Lauf. Anders gesagt, man suggeriert der Außenwelt eine Größe und womöglich auch ein Leistungsportfolio, das es so in der Form gar nicht gibt oder im besten Fall über Partner abgedeckt wird. Mit Authentizität hat dies wenig zu tun.

Auch wenn es als Tipp einer Marketingagentur etwas ungewöhnlich zu sein scheint, aber bleiben Sie ehrlich, verkaufen Sie sich nicht unter Wert, aber auch nicht darüber. Die Kunden werden es Ihnen langfristig danken.

Selbiges gilt natürlich auch, wenn Sie die auf der Website generierten Inhalte auf den sozialen Medien teilen. Speziell innerhalb dieser Medien mit denen man direkt mit seinen Followern/Kunden interagieren kann, bietet sich die Möglichkeit, authentisch und transparent einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Ob man dann mit einem Facebook-Livestream einen Trip durch die Produktion geboten bekommt oder die Personalabteilung direkt mit einem Pool an Bewerberinnen und Bewerbern chattet und den künftigen Arbeitsplatz quasi live beleuchtet, ist dann nur noch eine Frage des Gesamtkonzeptes.

Kommunikation innerhalb von Social-Media

Die bidirektionale Kommunikationsmöglichkeit innerhalb sozialer Netzwerke ist einer der Hauptvorteile die Sie für Ihr Unternehmen nutzen sollten. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass bereits eine entsprechend aktive Social-Media-Präsenz vorhanden ist.

Zu kommunizieren bedeutet an diese Stelle allerdings nicht nur, dass die User nur auf Ihre Fragen antworten oder Aktionen reagieren dürfen, nein, es sollte auf Nachrichten, auf Kommentare, auf Likes, vor allem aber auf negative Kritik, stets in angemessener Form reagiert werden. Dabei wird dies nicht nur von Usern sondern auch von den Algorithmen entsprechend honoriert UND es ist zudem ein weiteres Google-Rankingsignal.

Kommunizieren Sie nicht nur im Rahmen des Reputationsmanagements, also dann wenn der Shitstorm schon an der Tür klopft, sondern bleiben Sie im ständigen Gespräch und im Austausch, quasi wie bei einer guten Beziehung. An dieser Stelle können auch die integrierten Chatfunktionen zur direkten Kommunikation dienen.

Praktische Kommunikationstools innerhalb sozialer Netzwerke sind Optionen wie die Markierung anderer Personen auf einem Bild oder an einem bestimmten Ort, das Teilen von Inhalten von Freunden oder Partnern sowie natürlich das Versehen von Texten mit den passenden #Hashtags, welche für die Auffindbarkeit innerhalb der plattformeigenen Suchfunktion dienen. #Hashtags verhalten sich dabei ähnlich wie Keywords bei Google, sie sollten vorher sauber recherchiert werden um dadurch vom richtigen Klientel, innerhalb der passenden Kategorien aufgefunden zu werden.

Auswertung der Statistik

Alle Social-Media-Kanäle bieten mittlerweile detaillierte Statistiken für jeden einzelnen Post. Diese Ergebnisse, die sogenannten „Insights“ gilt es natürlich auch in den fortlaufenden SEO-Prozess einzubeziehen. Die Analyse gibt Aufschluss darüber, was der Zielgruppe gefällt, was interessant ist und was nicht. Somit ist eine saubere Evaluation ein unverzichtbarer Teil jeder Social-Media-Strategie.

Die Social-Media-Statistiken zeigen, welche Reichweiten jeder einzelne Post erreicht hat, wie hoch dabei die Interaktionsrate war – also wie häufig Leute auf den geteilten Inhalt reagiert haben, in Form von Views (Ansichten), Likes, Kommentaren und auch wie oft der Beitrag geteilt wurde.

Hier gilt es zu evaluieren, die Strategie bei Bedarf anzupassen und teilweise schlicht auszuprobieren welche Inhalte ankommen und welche nicht. Geduld ist in diesem Prozess, neben dem Budget, vermutlich der wesentlichste Investitionsfaktor.

Social-Media-Marketing ist eine komplexe Angelegenheit und wir bemühen uns darum, es für Sie einfach, verständlich und anwendbar zu gestalten. Dazu beraten wir Sie gerne, individuell und kostenfrei. Sprechen Sie uns an. 

Marketing und Digitalisierung – was machen wir hier eigentlich?

Bald ist es wieder soweit und mein Lehrauftrag an der Technischen Hochschule in Deggendorf geht weiter. Der Titel lautet immer noch „IT-Unterstützung in Marketing und Vertrieb“. Und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christian Zich und den Studierenden des 7. Semester BWL, mit dem Schwerpunkt Marketing.

Doch was machen wir da nochmal genau? Es handelt sich um nichts anderes als Content-Marketing. ContentMarketing ist der Überbegriff über jegliche Formen des operativen Marketings, auch Werbung genannt, egal ob im Bereich Print oder online. Einfacher gesagt, spielen wir mit Inhalten und erzählen Geschichten über unterschiedlichste Produkte und Dienstleistungen und überlegen uns, wie wir Google dazu bekommen diese Inhalte in unserem Sinne zu bewerten. Diese Inhalte können aus Texten, Bildern, Videos und allen möglichen anderen Formaten oder Mischformen bestehen. Online-Marketing steht dabei im Mittelpunkt und ist mehr denn je das Tool der Stunde oder anders gesagt, jenes Marketingtool über das man tunlichst Bescheid wissen sollte, wenn man heute nicht als veraltet oder dem Untergang geweiht gelten möchte – branchenübergreifend.

Warum ist das so?

Weil Digitalisierung unbedingt sein muss und sie uns so viel weiter nach vorne bringt, Arbeitsplätze schafft und Ressourcen schont? Sicher nicht.

Eher weil uns große Konzerne wie eben Google, die das Internet als Spielwiese ihres monopolistischen Handelns entdeckt und „gesichert“ haben, uns dazu nötigen. Sie nötigen uns dazu, nach ihrer Pfeife und auf ihrem Marktplatz zu tanzen. Hier mitzutanzen bedeutet, sich der Regeln bewusst zu sein, bzw. die sogenannten Ranking-Signale (zumindest im Ansatz) zu kennen. Bei Google sind das gerade mal 300 Stück, (+/-) bei denen keiner so wirklich weiß, welche Korrelationen zwischen Aktion und Auswirkung tatsächlich bestehen. Beispielsweise beim Aufbau einer Website, bei der online-Vermarktung eines Produktes oder einer Dienstleistung, egal ob über einen Onlineshop oder eine Social-Media-Präsenz.

Trotzdem schießen die „Experten“ dafür wie Pilze aus dem Boden und zocken diejenigen ab, die noch weniger wissen als sie selbst. Hier ist die nötige Vorsicht geboten, welche ich nur durch eigenes Wissen, eigene Erfahrung und die entsprechende Beratung walten lassen kann. Zu den „Experten“ sei eines noch gesagt: Egal, wie komplex ihre entwickelten Algorithmen und Auswertungstools auch sein mögen, egal wie viel „Erfahrung“ sie im Bereich SEO, SEA etc. haben mögen, ihre Datensätze beruhen nur auf Beobachtungen, sind aber zu keinem Zeitpunkt eine Versicherung dafür, dass Google bestimmte Aktionen exakt so bewertet wie gewünscht, bzw. dass die besagten Korrelationen von eingesetzter Aktion und erzieltem Effekt tatsächlich bestehen. Niemand weiß, wie der Google-Algorithmus tickt, außer Google selbst – so funktioniert das Geschäftsmodell der Datenkrake.

Grundsätzlich geht es um den sogenannten Sichtbarkeitsindex bei Google, den „heilgen Gral des Onlinemarektings„, also die Antwort auf die Frage, wie gut werde ich unter meinen relevanten Suchbergriffen (Keywords) gefunden, bin ich mit meiner gewünschten Domain auf Platz 1 bei den Google-Suchergebnissen oder doch eher auf Seite 10 oder 20 – und was sind eigentlich die Gründe dafür? Mit diesem Index bewertet Google meine Inhalte und definiert damit, welche Seite die besten Antworten auf die Fragen der Suchenden liefert. Die besten Antworten haben die besten Platzierungen, lautet die grobe Faustregel.

Die entsprechende Herstellung und Aufbereitung der dafür nötigen Inhalte bedeutet sehr viel mehr Arbeit, als das bisher gewohnte Alltagsgeschäft in einem Betrieb. Arbeit, die wiederum Arbeitszeit und –plätze erfordert , die vor allem die Kapazitäten von kleinen und/oder mittelständischen Firmen oft überschreiten – sofern überhaupt bereits das Bewusstsein und das grobe Wissen um die Thematik vorherrschen.

Wo steht Deutschland eigentlich in Sachen Digitalisierung?

Man hört immer nur von Versionen, die einem den vermeintlichen Fortschritt vorgaukeln sollen – 1.0, 2.0, etc., mittlerweile stehen wir irgendwo bei 4 oder gar 5.0 und alles was man liest, sind Phrasen und Augenwischerei. Im besten Fall gibt es hie und da eine geförderte Firma als gehyptes Musterbeispiel. Doch die flächendeckende Realität sieht so aus, dass wir nicht mal den Breitbandausbau in der nötigen (was auch immer wirklich „nötig“ bedeutet) bewerkstelligt bekommen. Viele Firmen scheitern zudem immer noch an Grundsätzlichem, wie etwa einer mobilen (responsive) Website, geschweige denn, dass sie die internen personellen wie technischen Strukturen aufweisen, um eine wie auch immer geartete Digitalisierung im Sinne von webbasierten Produkt-Service-Systemen überhaupt anbieten könnten.

Die meisten Firmen, beispielsweise im Handwerk aber auch in der Industrie, sind noch nicht mal soweit, dass sie ihre Webpräsenzen so gestrickt bekommen, dass sie glaubhafter und relevanter Teil des Vertriebs und des Marketings werden könnten. Es werden mehr, keine Frage, und seit 2014 ist auch viel passiert, aber die Schere klafft ziemlich weit auseinander. Seit 2014 werden nicht mobile Webseiten von Google bestraft, indem Websites die auf responsive Webdesign basieren, bevorzugt werden.

Hier wäre der Staat gefragt, nicht nur Fördergelder auszuschütten und große Reden zu schwingen, wobei beides zumeist im leeren Raum verpufft, sondern dafür zu sorgen, dass fachliche Beratung, also eine wertige Dienstleistung für die Themen der Digitalisierung im Mittelstand ankommt. Wenn mir das Wissen fehlt, hilft mir Geld nicht weiter. Der Mittelstand auf dem Deutschland aufbaut, ist im internationalen Vergleich, in Sachen Digitalisierung, weit abgeschlagen. Herzlichen Glückwunsch uns allen was die Zukunft Deutschlands betrifft und herzlichen Dank an diejenigen, die das zu verantworten haben. Hauptsache die Diäten erhöhen sich regelmäßig, da sind sie sich immer alle einig.

Digitalisierung und Marketing – Auch in Sachen Bildung hinkt man hinterher

Jedes Thema, auch das der Digitalisierung, startet mit der Erziehung und Bildung. Insbesondere im Studium mangelt es am Know-how was die Themen Digitalsierung und Online-Marketing betreffen, stattdessen diskutieren ein paar Wahnsinnige tatsächlich darüber, ob es nicht „Pflicht“ der Digitalisierung sei, Handys und Tablets an Kindergärten und Grundschulen etc. einzuführen, weil diese angeblich das Lernen fördern würden. Dass die Hirnforschung hier massiv widerspricht und Studien dies weltweit bereits hundertausendfach widerlegt haben, scheint unsere Politiker ebenso wenig zu stören wie vieles andere Negative, was mit Hilfe von ein paar Schecks durchgewunken wird. Verantwortungslosigkeit und Lobbyismus sei Dank! Auch hier sollte man mit Sachverstand korrigieren und die Themen zum richtigen Zeitpunkt an die folgendenen Generationen kommunizieren. Tut man es zu früh, schädigt es massiv, tut man es zu spät, nun ja, dann ist es eben zu spät. Alles hat seine Zeit, so zeigt es uns schon die Natur. Diese Regeln ändern wir nicht, nur weil wir es uns einbilden.

Niemand braucht im Übrigen Google zum Lernen! Zum Verblöden allerdings sehr wohl! Stellt man sich vielmehr die Frage, was ist nötig um richtig googeln zu können, dann ist die Antwort: Wissen! Denn nur mit dem entsprechenden Vorwissen kann ich richtig suchen und die Suchergebnisse auch entsprechend einordnen und filtern! Klingt logisch? Ist es auch.

Mehr zu diesem sehr wichtigen Thema von Prof. Manfred Spitzer!

Quelle: VulkanTV

Egal wo Sie mit Ihrer Firma gerade stehen, denken Sie zwar groß, handeln Sie aber sinnvoll und zielorientiert, zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse. Lassen Sie sich nicht von den Medien aus der Ruhe bringen oder von gekonnten Schwätzern erzählen, wie Sie Ihre Arbeit zu tun haben. Lassen Sie uns gemeinsam und OFFLINE überlegen, welche Schritte für Sie notwendig und sinnvoll sein könnten im Bereich des Onlinemarketings. Die weiteren Schritte ergeben sich dann meist von alleine, können in ein Konzept gefasst und sukzessive umgesetzt werden.

Wir freuen uns darauf, Sie kostenlos beraten zu dürfen.

Facebook-Marketing – So tickt der Algorithmus 2018

Die Weltherrschaft in Sachen Social-Media inne zu haben, ist eine beachtliche Leistung und eine tolle Sache. Dies gilt allerdings überwiegend für den Betreiber der jeweiligen Plattform und nicht unbedingt für die User.

Klar, im ersten Schritt sieht man nur die Vorteile, das Wiederfinden alter Bekannter, das einfachere Kontakthalten mit Leuten, die am anderen Ende der Welt (oder auch nur von Deutschland) leben und all jene Dinge, die auch Mark Zuckerberg so gerne in seinen Präsentationen als „must-have“ oder zumindest als „nice-to-have“ zum besten anpreist. Der Facebook-Gründer und sein Team, bestehend aus über 17.000 Mitarbeitern, wissen genau was sie uns anbieten müssen, um uns bei Laune zu halten.

Auf den Spuren von Facebook

Mark Zuckerberg selbst hat in Harvard nicht nur Informatik, sondern auch Psychologie studiert. Zwar hat er das Studium aufgrund seiner Facebook-Gründung abgebrochen, doch seine aktuell rund 72 Milliarden USD Privatvermögen trösten etwas über den nicht vorhandenen Abschluss hinweg und zeigen zugleich, dass man hier wohl sehr genau zu wissen scheint, wie man Menschen begeistert.

Doch was passiert wirklich, welche „Geister“ werden hier beschworen? Nicht nur Facebook, sondern auch die meisten anderen sozialen Medien bedienen sich zweier archetypischer Verhaltensmuster des Menschen. Zum einen der Neugier oder extremer formuliert, dem Voyeurismus und zum anderen dem Drang der Menschen nach Anerkennung danach wahrgenommen und geliebt bzw. „geliked“ zu werden, was in extremer Form dem Exhibitionismus entspricht. Dies ist eine sehr einfache Zusammenfassung der tatsächlichen psychologischen Bemühungen, die man in die Gewinnung und den Erhalt von neuen Nutzern steckt. Selbstverständlich ist eines der obersten Ziele, die Nutzungsdauer und Intensität auf der Plattform zu verlängern. Dafür werden fortlaufende Anpassungen und Erweiterungen der Facebook-Funktionen wie auch des Facebook-Algorithmus vorgenommen.

Wer hier denkt, er würde selbst über die Inhalte die er zu sehen bekommt entscheiden, der irrt. Vielmehr nutzt Facebook unsere schon fast zügellose Freigiebigkeit unsere Daten betreffend und analysiert dazu akribisch unser Surfverhalten, wie auch unsere Interessen, Kommentare, Likes und unseren Freundeskreis – um nur einige wenige Dinge zu nennen.

Der User als Produkt

Auch wir als Agentur nutzen hin und wieder diese Tatsachen für unsere Zwecke. Denn die Vielzahl an Daten, die die über zwei Milliarden User weltweit preisgeben, lassen es zu ausgefeilte und zielgruppenspezifische Werbekampagnen zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen zu etablieren. Dabei muss einem klar sein, dass es nicht die Produkte und Dienstleistungen sind, die auf Facebook verkauft werden, nein, es sind wir – die User. Diese sind es, die den Firmenwert von Facebook ausmachen und die User sind es, die in der größten Werbemaschinerie in der Geschichte der Menschheit an die Konsumgüterindustrie verkauft werden. Im Schnitt werden wir dabei auf unseren rein ökonomischen Wert von rund 370 USD pro Benutzer heruntergebrochen.

Wie gesagt, jeder Werber, jede Marketingagentur und jeder der sich mit Online- und Social-Media-Marketing befasst, ist gezwungen diese Medien zu nutzen und auch seine Kunden über die Möglichkeiten und Vorteile der Nutzung zu informieren. Doch uns ist auch daran gelegen das Gesamtbild darzustellen, zum einen den Standpunkt des Users, zum anderen den Standpunkt der Industrie und den angeschlossenen Werbeagenturen.

Aus diesem Grund befassen wir uns in diesem Beitrag mit der aktuellen Anpassung des Facebook-Algorithmus, wie er sich auf die Reichweite von Posts jeglicher Art auswirkt und wie man diese Posts entsprechend aufbauen kann und muss, um keine Nachteile aus dieser Anpassung zu ziehen.

Die Kurzzusammenfassung, warum und in welche Richtung man den Algorithmus angepasst hat, könnte lauten:

Facebook macht es denjenigen Seiten schwerer User mit Inhalten zu erreichen, die möglicherweise auch dafür bezahlen könnten. Unter dem Anschein einer Bereinigung der Plattform von Werbung und der „Nötigung“ zur qualitativen Aufwertung der Inhalte, als Vorteil für den User, wird im Grunde nichts anderes vollzogen als ein weiterer Schritt dahin, gewerbliche Seiten – die Produkte und Dienstleistungen abbilden – zur Kasse zu bitten. Wird nicht bezahlt, werden schlicht auch keine Leute erreicht. Was man an dieser Stelle tun kann, um seine Posts zu optimieren und um auch ohne Sponsoring noch Leute zu erreichen, stellen wir im Folgenden dar.

Einschränkend muss man hier noch bemerkt werden, Facebook gibt natürlich nicht alle Tatsachen preis. Somit handelt es sich hier zum Teil um Publikationen von Facebook, aber auch um recherchierte Inhalte all jener, die sich mit dieser Materie tagtäglich befassen und entsprechende Erfahrungswerte im Umgang mit dem Facebook-Algorithmus ableiten können.

Was der Facebook-Algorithmus möchte:

Der Algorithmus soll mehr private, persönliche Inhalte von Freunden und Verwandten zeigen. Gleichzeitig soll die Sichtbarkeit öffentlicher Beiträge eingeschränkt werden. Öffentlicher Content soll, laut Zuckerberg, „meaningful interactions“ hervorrufen – die Beiträge sollen also viele Kommentare erzeugen! Der Fokus wird auf die Interaktion mit den Beiträgen gelegt:

  • Beiträge mit vielen Likes und Kommentaren werden im Newsfeed angezeigt
  • Beiträge mit wenigen Likes und Kommentaren werden nicht im Newsfeed angezeigt
  • Die Beiträge sollen dazu führen, dass Freunde durch die Inhalte miteinander interagieren (kommentieren, liken, taggen, teilen, etc.)

Tipps:

  • Aktuelle Themen aufgreifen, zu denen jeder gerade eine Meinung hat.
  • Posts mit Fragen und/oder Aufrufen versehen, die die Konversation anregen sollen.
  • Diskussionsmaterial liefern (Kommentarspalte soll zur Diskussion einladen).
  • Kein Spam!
  • Aufrufe und Fragen nicht inflationär gebrauchen!
  • „Engagement-Bait“ wird von Facebook abgestraft, indem die Posts wieder aus dem Newsfeed verschwinden mit der Begründung: Engagement-Bait ist keine „meaningful interaction“.
  • Follower an die „See First“-Option erinnern und dazu aufrufen, sie zu aktivieren – mit See First markierte Seiten werden immer im Newsfeed angezeigt!
  • Videos werden vom Algorithmus immer noch bevorzugt behandelt.
  • Live-Videos werden immer wichtiger – die Begründung: Live-Videos regen zu Diskussionen an und haben im Schnitt 6 mal mehr Interaktion, als normale Videos (laut Zuckerberg).
  • Facebook-Gruppen nutzen! Entweder, um in einer bereits bestehenden zu werben oder selbst welche zu gründen.
  • Qualitativ hochwertige Inhalte, die Interaktion auslösen!

Engagement-bait

  • Wird von den Nutzern oft als Spam empfunden
  • Schreckt die Nutzer eher ab, als sie zu irgendetwas zu bewegen
  • Entsteht durch zu direkte, häufige oder aufdringliche Handlungsaufrufe (zum Liken, Teilen, Kommentieren, Taggen, etc.)
  • Auch das Teilen von engagement-bait-content wird enorm abgestraft!
  • Wird vom Algorithmus erkannt und im Anschluss vom Newsfeed verbannt

Das Ziel des Facebook-Algorithmus: irreführende, sensationsgierige Spam-Posts vermeiden und an deren Stelle „authentische“ Inhalte setzen. Posts, die zu Webseiten mit einer niedrigen Website-Qualität führen, eliminieren.

Ausnahmen:

  • Posts, die Leute zum Helfen auffordern (Vermisstenanzeigen, etc.)
  • Posts, die eine Empfehlung darstellen (Tipps, Tests, Reviews, Kritiken, etc.)
  • Posts, die Wohltätigkeitszwecken dienen
  • Posts, die dazu dienen, Nutzer um Hilfe aufzufordern
  • Authentische, interessante Inhalte mit vielen Reaktionen

Newsfeed Tipps (von Facebook direkt)

  • Posten Sie häufig. Der Newsfeed folgt dem Grundsatz, Nutzern die Meldungen zu zeigen, die für sie am bedeutendsten sind. Wenn Sie unter Einhaltung unserer Richtlinien häufig hochwertige Inhalte postesn, steigern Sie die Wahrscheinlichkeit, dass unser Algorithmus Ihre Inhalte einer Zielgruppe zuordnet, für die er bedeutend ist. Für den Newsfeed werden zahlreiche Vielseitigkeitsregeln genutzt, um zu verhindern, dass Nutzern zu viele Meldungen von einem bestimmten Herausgeber gezeigt werden. Sie müssen daher nicht besorgt sein, dass Sie Ihre Abonnenten zuspamsen – vorausgesetzt natürlich, dass die Inhalte, die Sie posten, neu und hochwertig sind.
  • Achten Sie auf die Aktualität Ihrer Posts. Profilieren Sie sich anhand von aktuellen Themen. Sofern Sie nicht an einem Exposé oder einer Untersuchung arbeiten, sollten Sie mit Beiträgen zu aktuellen Themen nicht zu lange warten.
  • Überzeugen Sie Ihre Zielgruppe durch Glaubwürdigkeit und Relevanz und bauen Sie so Vertrauen auf. Stellen Sie sich die Frage: „Würden andere meine Geschichte mit ihren Freunden teilen oder sie weiterempfehlen?“
  • Posten Sie authentische Geschichten, die auf hochwertigen Quellen und nachprüfbaren Tatsachen basieren.
  • Es gibt nicht die eine richtige Zeit zum Posten bzw. die richtige Anzahl oder Art von Beiträgen, die für alle Herausgeber gleich gut funktioniert. Vielmehr geht es darum, überzeugende Inhalte zu schaffen, die Ihrer Meinung nach für Ihre Zielgruppe interessant sind.
  • Für das Zielpublikum relevante und interessante Stories posten, die zu einer Website mit hoher Qualität (Google-Kriterien wie Ladezeiten, Bounce-Rate, Usability, etc.) führen.
  • Aussagekräftige und informative Meldungen posten.
  • Besonders auf Korrektheit und Authentizität der Inhalte achten.
  • Standards für ein sicheres und respektvolles Verhalten gewährleisten und sichern.

Der Algorithmus & seine vier Schritte

  1. Bestand prüfen: Welche Meldungen wurden von Freunden und gelikten/abonnierten Seiten gepostet? (Der Newsfeed besteht aus diesen Meldungen und bezahlter Werbung)
  2. Signale erfassen und deuten: Hunderttausende Signale wie „wer hat was wann wo gepostet?“ werden erfasst und verarbeitet. Auch die Voraussetzungen des Nutzers (Internetverbindung etc.) werden berücksichtigt.
  3. Mithilfe der gesammelten Daten Voraussagen berechnen: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie diese Meldung kommentieren?“. Der Algorithmus soll anhand seiner Infos über Sie feststellen, welche Meldung für Sie die meiste Bedeutung hat. Nach Relevanz sortiert setzt er so Ihren Newsfeed zusammen.
  4. Bewertung der Relevanz: Der Algorithmus hat ein Zahlen-Wert-System, von dem er Zahlen/Werte an die Artikel aus dem Bestand verteilt, um ihre Relevanz zu kennzeichnen und um sie sortierbar zu machen.

Beispiele, um Voraussagen zu bilden:

  • Die Klickwahrscheinlichkeit.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Zeit für diese Meldung aufgewandt wird.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass eine „Gefällt mir“-Angabe, ein Kommentar oder das Teilen des Inhalts erfolgt.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Die die Meldung als informativ bewerten.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem Beitrag um Clickbait handelt.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Meldung zu einer Webseite von geringer Qualität führt.
  • Wir führen diese Voraussagen in einer Relevanzbewertung zusammen, die unsere Vermutung über die Bedeutung der Meldung für Sie wiedergibt.

Diese Schritte geht der Algorithmus für jede Meldung durch, für all Ihre Verbindungen, und jedes Mal, wenn Sie den Newsfeed öffnen. Er führt diesen Prozess immer wieder durch und erstellt Prognosen dazu, wie interessant einzelne Meldungen für Sie sind. Diese Meldungen bestellt er dann in der Reihenfolge der Bewertungen und zeigt sie Ihnen an.

Live-Video

Vor, während und nach Ihrer Live-Übertragung

Vor der Live-Übertragung:

  • Nutzen Sie geplante Live-Videos, um Ihre Fans schon im Vorfeld zu informieren, wann Ihre Live-Übertragung stattfindet. Sorgen Sie bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit, indem Sie Ihrer Zielgruppe in einem schriftlichen Beitrag mitteilen, wann Ihre Live-Übertragung startet. Übertrager haben nun die Möglichkeit, ein Live-Video mit der Live API im Voraus zu planen und potenziellen Zuschauern eine Benachrichtigunsoption („Erinnerung erhalten“) anzubieten, wenn die Live-Übertragung startet. Sie können Ihre Zielgruppe, die an Ihrem Live-Video interessiert ist, dabei unterstützen, dass sie keine Live-Übertragung verpasst.
  • Starten Sie die Live-Übertragung mit einer stabilen Verbindung. Prüfen Sie, ob ein starkes Signal vorhanden ist, bevor Sie die Live-Übertragung starten. WLAN funktioniert in der Regel am besten. Wenn sich jedoch kein Netzwerk in der Nähe befindet, können andere Verbindungsoptionen wie Daten oder LTE genutzt werden. Sofern Ihr Signal nicht ausreichend ist, wird der Button „Live-Übertragung starten“ ausgegraut dargestellt.
  • Verfassen Sie als Erstes eine eingängige Beschreibung. Mit einer zündenden Beschreibung können Sie Aufmerksamkeit erregen und veranschaulichen, worum es bei Ihrer Übertragung geht.
  • Interagieren Sie mit Ihrer Zielgruppe. Bitten Sie Ihr Publikum, Fragen über den Kommentarbereich zu übermitteln. So haben Sie eine Reihe von Themen, die Sie während der Übertragung besprechen können. Wenn Sie andere Themen besprechen möchten, überlegen Sie sich vor Ihrer  Übertragung selbst Fragen, um die Unterhaltung am Laufen zu halten. Das ist eine tolle Möglichkeit, bereits vor der Übertragung mit Ihrer Zielgruppe zu interagieren.

Während Ihrer Übertragung

  • Lassen Sie den Teilnehmern etwas Zeit, um der Sitzung beizutreten. Viele Zuschauer schalten in den ersten paar Minuten einer Übertragung ein. Während Sie warten, dass Ihr Publikum wächst, können Sie die Zeit nutzen und die Mitwirkenden der Übertragung vorstellen, die ersten Zuschauer willkommen heißen und Ihre Pläne für die Sitzung besprechen.
  • Laden Sie eine/n FreundIn ein, mit Ihnen eine Live-Übertragung durchzuführen. Sie können nun eine andere Person in Ihre Facebook-Live-Übertragung einladen. Das ermöglicht es Ihnen, Ihren Bildschirm freizugeben und auf ganz neue Weise mit Ihren Zielgruppen zu interagieren. Weiten Sie Ihre Inhalte aus und bieten Sie neuen Nutzern die Möglichkeit, Sie zu entdecken. Wenn Sie Ihrem Live-Video einen Gast hinzufügen, werden einige seiner Abonnenten vermutlich ebenfalls benachrichtigt.
  • Bitten Sie ähnliche Seiten, das Video zu teilen. Durch das Teilen erreicht Ihr Video eine breitere Zielgruppe. Bitten Sie andere Seiten (die offiziellen Seiten Ihrer Organisation, die Seiten befreundeter Journalisten), Ihr Video zu teilen, sobald die Live-Übertragung gestartet ist.
  • Interagieren Sie mit Ihren Zuschauern. Das große Plus von Facebook Live ist die Interaktion in Echtzeit. Ihre Übertragung verläuft vermutlich erfolgreicher, wenn Sie Ihre Zuschauer einbinden, indem Sie sie Fragen stellen lassen. Erinnern Sie sie daran, dass sie Fragen in den Kommentaren hinterlassen können, und versuchen Sie, die Namen von Zuschauern zu erwähnen, wenn Sie auf ihre Kommentare bzw. Fragen antworten.
  • Nutzen Sie für die Unterhaltung fixierte Kommentare. So wie sich Beiträge auf Ihrer Seite fixieren lassen, könne Sie unten in Ihrem Video einen Kommentar fixieren. Interaktionen lassen sich auf diese Weise leichter verwalten, während Sie mit Ihrer Community interagieren. Es gibt zwar keine Obergrenze für die Anzahl der fixierten Kommentare während einer Übertragung, aber Sie sollten beachten, dass Sie jeweils nur einen Kommentar fixieren können. Sobald Sie einen neuen Kommentar fixieren, ersetzt dieser automatisch den vorhandenen fixierten Kommentar.
  • Senden Sie die Übertragung über einen längeren Zeitraum, damit Sie mehr Personen erreichen. Je länger Ihre Übertragung dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Personen Ihr Video entdecken und es mit ihren Facebook-Freunden teilen. Wir empfehlen für eine Live-Übertragung eine Dauer von mindestens 10 Minuten, die maximale Zeitspanne beträgt vier Stunden.
  • Kündigen Sie das Ende der Übertragung an. Lassen Sie die Zuschauer nicht einfach zurück und beenden Sie die Übertragung nicht abrupt. Setzen Sie stattdessen eine Schlusszeile ein, damit die Zuschauer wissen, dass Sie nun fertig sind. Wenn Sie bereits wissen, wann Ihre nächste Übertragung mit Facebook Live sein wird, erwähnen Sie es und laden Sie die Zuschauer dazu ein.

Nach Ihrer Übertragung:

  • Speichern Sie das Video. Nach der Übertragung besteht die Möglichkeit, das Video zu löschen oder es auf Ihrer Seite oder in Ihrem Profil zu veröffentlichen. Nachdem Sie das Video veröffentlicht haben, können Sie den Beitrag jederzeit löschen. Wir empfehlen jedoch, das Video zu behalten, um Personen, die es nicht live ansehen konnten, die Möglichkeit zu geben das später nachzuholen. Zuschauer können die Übertragung teilen. Auf diese Weise lässt sich die Gesamtanzahl an Zuschauern vergrößern.
  • Aktualisieren Sie die Beschreibung. Es ist hilfreich, wenn Sie eine ausführliche Beschreibung für Ihre Übertragung bereitstellen. Diese Beschreibung lässt sich bearbeiten, wenn die Übertragung bereits begonnen hat.

Fazit

Der Umgang mit sozialen Netzwerken, insbesondere mit Facebook, verlangt dem gewerblichen Nutzer ein Höchstmaß an aktuellem Wissen, gepaart mit der entsprechend kreativen Umsetzung, ab. Dabei ständig auf dem Laufenden zu bleiben, ist unabdingbar, da es morgen aus den Büros von Facebook schon wieder heißen kann: „Was interessiert uns unser Algorithmus von gestern?!“
Wenn Sie diese Anforderung an Ihre Grenzen bringen sollte, unterstützen wir Sie gerne dabei alles Nötige in diesem Bereich für Ihre Produkte und Dienstleistungen zu unternehmen. Sprechen Sie gerne uns an.

Der Blog als Geschäftsmodell?

Blog

Der Blog alleine, als Teil des Social-Media-Marketings, ist kein Geschäftsmodell

Unsere digitale Welt ist voll von Leuten, die die sozialen Medien für sich als Plattform der Selbstdarstellung entdeckt haben. Lange ist sie her, die Zeit der „one to many“ Kommunikation. Längst sind wir im Zeitalter der „many to many“ Kommunikation angekommen. Das heißt, man ist nicht mehr nur auf einen meinungsbildenden Verleger angewiesen, sondern jeder ist in der Lage zu jedem Zeitpunkt jeden mit jeder Information zu erreichen, zumindest theoretisch. Fakt ist somit, jeder ist ein möglicher Publizist, wie auch ein möglicher Empfänger von allen nur denkbaren Nachrichten.

Eine undurchsichtige Flut von überwiegend minderwertigen Inhalten, ist nur eine der Folgen.

Diese Nachrichten sind über 80 % privater Natur, also zur Selbstdarstellung des Nutzers gedacht, können aber in überschaubarem Maße auch in gewerblichem Kontext stehen. Die Traumfabrik Internet und ihre vermeintlichen „Stars“, auch „Influencer“ genannt, wollen den privaten Nutzern zudem glauben machen, dass man mit Urlaubmachen und dem Posten schöner Fotos reich und berühmt werden kann. Aber das ist ein pubertärer Irrglaube, der für weit weniger als ein Promille der „Gläubigen“ in Erfüllung gehen kann und wird – mehr dazu gleich.
Die alte Weisheit „von nichts kommt nichts“ gilt hier ebenso wie in jedem anderen gewerblichen Bereich. Wenn man von Fake-News spricht, dann sollte man vor allem hier mal etwas genauer hinsehen.

Wie man mit einem Blog reich und berühmt wird (?)

Vielleicht konnten Sie schon mal eine Startup-Konferenz oder ein Treffen digitaler Nomaden oder Vertreter des sogenannten Blog-Business miterleben. Insbesondere die letzten beiden möchte ich im Folgenden ein klein wenig näher beleuchten.

Hier eröffnen die Organisatoren die Veranstaltung stets mit thematisch passenden Key-Note-Speakern, die freudestrahlend von ihrem total veränderten Leben berichten. Ein Leben, das noch vor ein oder zwei Jahren mit dem typisch tristen Alltagsgrau der arbeitenden Bevölkerung getüncht war. Doch dann konnte eine wesentliche Entscheidung getroffen werden, die letztlich alles verändert hat. Es werden dazu hübsch aufgemachte Präsentationen vorgeführt, geschmückt mit Urlaubsbildern auf denen man sich selbst passend in Szene gesetzt hat, gerne auch mit einem Laptop geschmückt, um zu zeigen in welch traumhaften Sphären es möglich ist zu arbeiten – ganz nach dem Motto: „Wie kann man nur so blöd sein und noch immer in einem Büro hocken?!“

Diese Ausführungen

sind vollgepackt mit motivierenden Worten, die einem geradezu den Mund wässrig machen nach Veränderung, nach Selbstbestimmtheit und Erfolg. Doch mit dem steigenden Wasserstand im Mund wächst auch die einzig entscheidende Frage im Publikum sehr schnell heran, nämlich „wie verdient der jetzt genau sein Geld?!?“

Die darauf folgende Antwort ist blumig ausgeschmückt, wage und allgemein gehalten und führt nur selten zu einer Befriedigung der Fragenden. Dafür hört man Begriffe wie „Blog-Business“, „E-Business“, „E-Book-Business“, „Vorträge/Speaker“ etc. oder die glorreiche Mischung daraus. Garniert werden diese Schlagwörter dann mit Phrasen wie: „Freie Arbeitszeiteinteilung“, „viele Reisen“, „eigene Entscheidungen treffen“ etc. . Und wer glaubt, dass der Typ/oder die Frau dort auf der Bühne dann das realistische Resumée ziehen würde „ich verdiene damit zwar etwas weniger, als vorher als Bankkaufmann/frau (oder beliebiger anderer Beruf), aber ich bin total zufrieden mit der neu gewonnenen Freiheit“, der irrt gewaltig.

Vielmehr hat man es nicht selten, innerhalb kürzester Zeit, zu Reichtum und Ruhm (im Web) gebracht und – jetzt kommt das Beste – man möchte natürlich, euphorisiert wie man nach wie vor davon ist, auch seine Mitmenschen an diesem Lebenswandel und dem Erfolg teilhaben lassen, denn es ist ja soooo einfach! Man müsse nur den ersten Schritt wagen. Also haben wir es hier mit einem Gutmenschentum erster Güte zu tun, das jeden Sozialstaat ärmlich dastehen lässt? Haben hier welche das System geknackt und verraten uns den Trick dafür? Ich denke nicht. Wenn ich ein funktionierendes Geschäftsmodell habe, dann plaudere ich die Geheimnisse darüber nicht zwingend aus, außer das Geschäftsmodell besteht nur aus dem Plaudern darüber! 😉

Auf den Punkt gebracht:

Früher kannte man solche Veranstaltungen auch von sogenannten Strukturvertrieben oder Schneeballsystemen, bei denen immer nur ein paar Prozent an der Spitze von der übergroßen Menge an Restidioten profitierten. Diese durften sich mit dem Vertrieb von Schrottprodukten abarbeiten, im steten Glauben an ihren baldigen Aufstieg… .
Solche Vorträge findet man zu Hauf auf YouTube oder auch auf entsprechenden Blogs. Das „Lustige“ dabei ist jedoch, dass man dem Vortragenden im schlimmsten Fall bis zu 1,5 Stunden lauschen muss, um am Ende festzustellen, man hat keinen blassen Schimmer davon, was er eigentlich genau macht, wie er sein Geld verdient und was ihn überhaupt dazu qualifiziert gutgläubige Dritte mit seinen Weisheiten zu beglücken.

Klingt negativ? Ist es auch.

Das Ganze zielt schlicht darauf ab, den ohnehin schon mit sich selbst und der Welt unzufriedenen Zuhörerschaft den Mund wässrig zu machen, um ihnen dann im Anschluss, mindestens ein kostenpflichtiges E-Book oder besser noch, eine ganze Seminarreihe (für noch mehr Motivation aus heißer Luft) aufs Auge zu drücken. Und die blinde Gier macht´s nach wie vor möglich, dass genügend Dumme darauf herein fallen und bereit sind für zusammengemurkstes und überwiegend zitiertes Halbwissen auch noch Geld zu zahlen.

Arbeitsunwillige Schauspieler und ihre geschickte Selbstvermarktung

Alles was man von diesen Schauspielern lernen kann, ist eine geschickte Art der Selbstvermarktung und wie man mit seiner eigenen heißen Luft einen Raum heizen kann. Hier empfiehlt sich klar die Vita des Vortragenden genau zu durchleuchten und die Inhalte in jedem Punkt zu hinterfragen. Das ist nicht immer ganz leicht, da die wenigsten Redner ihre Inhalte mit den eigenen Zahlen untermauern können oder wollen. Wenn dies doch wider Erwarten der Fall sein sollte, dann sind diese relativ einfach zu überprüfen.

Ohne eine Idee, ohne ein Geschäftsmodell, ohne einen Businessplan, ohne Qualifikation, sei es in technischer oder redaktioneller Hinsicht, ohne ein Produkt und ohne einen entsprechenden Arbeitswillen, brauche ich mir nicht das große Geld auszumalen, denn von nichts kommt nichts – außer natürlich im Finanzsektor, aber das ist eine andere Geschichte!
Manche haben nicht mal den Elan über eine Veränderung nachzudenken, geschweige denn, diese umzusetzen. Daran wird auch ein gekauftes E-Book nichts ändern. Sollte es dennoch zu einer Entscheidung führen, dann meist zu einer unüberlegt überstürzten, wobei das darauffolgende Erwachen böser sein dürfte, als man es sich ausmalt.

Content-Marketing als Stichwort

In Zeiten, in denen das Thema Google- bzw. Content-Marketing immer größer geschrieben wird, kann ein Blog nur ein Werkzeug für ein Geschäftsmodell sein. Die Bilder in so manchem sozialen Netzwerk (bspw. Instagram) können noch so schön sein – wenn man sich die Größen im Netz anschaut, die wirklich Erfolg haben und Geld mit ihren Kanälen verdienen, dann sind diese Leute von morgens bis abends mit der Erstellung und der Pflege ihrer Inhalte beschäftigt, meistens sogar im Urlaub. Dahinter stehen mindestens tolerante Lebensgefährten, nicht selten aber vor allem professionelle Sponsoren, bzw. diejenigen Firmen, die vornehmlich promotet werden (z.B. Modelabels oder Reiseanbieter etc.). Möglich ist natürlich auch eine Marketingagentur mit einer entsprechenden Redaktion. Diese Redaktion etabliert einen „Star“, der in der Zielgruppe gut ankommt und stattet ihn mit entsprechenden medialen Mitteln aus, die zu erheblicher Reichweite führen. Dazu gehören Inhalte, technisches Equipment (Video, Schnitt, Ton etc.), ein klar strukturierter Medienplan, crossmediale Aktivitäten und vieles mehr. Mit dieser Reichweite, in Verbindung mit z.B. einem Onlineshop oder einer einfachen Produktplatzierung eines Kunden, kann dann natürlich Geld verdient werden. Hier gilt es den schönen Schein von den Tatsachen hinter der Kamera zu unterscheiden. Träumen darf man, aber dabei sollte man es dann auch belassen, außer man hat Bock auf richtig harte Arbeit.

Content-Marketing ist das eigentliche Stichwort, auf das man sich konzentrieren sollte, wenn man mit Hilfe von Onlineaktivitäten ein Geschäftsmodell aufbauen und damit Geld verdienen möchte. Und bitte, wir reden hier nicht von den oben genannten Leuten, die ihren eigenen, unerfüllten Wunschtraum anderen als E-Book oder Seminar verkaufen! Ernst gemeintes Content-Marketing befasst sich mit den technischen Möglichkeiten und Zusammenhängen,, wie man mit selbst generierten Inhalten und deren Verteilung im Web die eigene Sichtbarkeit bei Google erhöhen kann. Reichweite auf den sozialen Netzwerken ist nett und hilfreich, aber nicht das Ziel. Ziel ist es, den eigenen Sichtbarkeitsindex bei Google sukzessive zu erhöhen. Dies ist heute ein relevanter Teil vieler Firmenbewertungen!

Das bedeutet, ich muss mir das entsprechende SEO-Know-how aneignen oder es mir einkaufen, um zu wissen wie ich meine Inhalte dazu bringe Google zu „gefallen“. Ich muss mir eine Marketingstrategie, ein Konzept überlegen, welches mich zur Produktion von Inhalten führt, sei es in Form von Texten, Bildern, Videos oder vielleicht sogar in Form eines Onlinespiels. In den meisten Fällen ist es natürlich die Kombination aus Inhalten und den entsprechenden Kanälen, die abhängig von meinem Produkt und auch der Zielgruppe die ich ansprechen möchte, auszuwählen sind.

Sie benötigen Unterstützung in Sachen Content-Marketing? Wir beraten Sie gerne!

Social-Media-Aktitiväten alleine sind nichts wert

Dabei nur einen Social-Media-Kanal zu pflegen, ohne dabei sinnvolle Verknüpfungen zur eigenen Website oder dem eigenen Onlineshop herzustellen, ist vertane Mühe. Wenn ich beispielsweise auf Facebook 80.000 Follower habe, aber keinen Weg finde diese auf meine Website zu leiten um das Potential zu monetarisieren, dann betreibe ich nichts weiter als ein aufwändiges Hobby. Selbstverständlich bieten Facebook und Konsorten immer mehr technische Features (Shop-Schnittstellen, Bezahlfunktionen etc.) auf ihren eigenen Plattformen an, um die User und Gewerbekunden zu binden und einen Absprung zu verhinden.

Aber bei aller Liebe, Mark Zuckerberg hat bereits genug Milliarden mit uns gemacht, man sollte zusehen, dass man den ganzen Traffic nicht nur auf seiner Seite konzentriert, sondern etwas für den Aufbau der eigenen Medien und Kanäle tut. Immerhin wird es schwierig sein eine eigene Marke und einen gewissen eigenständigen Firmenwert zu etablieren, den es ohne Facebook so nicht geben würde. Im Zeitalter der Digitalisierung muss es für diejenigen die es verstehen ein Muss sein, sich eine EIGENE Marke im Web zu etablieren.

Facebook ist ein Hilfsmittel, ebenso wie ein Blog oder anderen Kanäle Hilfsmittel sind. Nur die sinnvolle Kombination der richtigen Kanäle mit meinem Produkt, meiner Dienstleistung, meiner Website oder meinem Onlineshop erzeugt ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit den entsprechenden Wachstumschancen. Wenn ich dann mit diesem Erfolg, basierende auf einem klaren Plan, ein E-Book verfasse, eine Vorlesung halte oder ein Seminarprogramm daraus ableiten möchte, gewährleiste ich meinem Publikum zumindest eine faire Chance für sich sinnvolle Handlungsschritte daraus ableiten zu können, weil das geschriebene und das gesprochen Wort auf echter Erfahrung basiert.

In diesem Sinne, lassen Sie sich nicht blenden und hinterfragen Sie bestimmte Angebote und Leistungen bevor Sie ihr sauer verdientes Geld dafür ausgeben! Denn von nichts kommt nichts!

Social Media Marketing Trends 2018

Social Media

Welche neuen Trends 2018 in den Social Media angesagt sind

Immer mehr Unternehmen nutzen Social Media als Kommunikationskanal. Die Tatsache, dass wir hier von mehr als 70% aller Firmen sprechen, zeigt auch, dass man schon lange nicht mehr nur von einem reinen Trend sprechen kann – das Thema muss ernst genommen werden! Sie präsentieren sich als kundennah, konkurrieren um den besten Zugang zum Publikum und wollen sich aus der Masse der Mitbewerber positiv hervorheben. Unternehmen müssen die Rahmenbedingungen der sozialen Netzwerke immer wieder neu ausloten und ihr Marketing entsprechend anpassen, um im Focus ihrer Zielgruppe zu bleiben.

Auch 2018 kommen auf Firmen wieder Veränderungen zu, die sich entscheidend auf die strategische Kommunikation auswirken könnten. Hier eine Übersicht über das, was Unternehmen als Trend im Bereich Marketing und Social Media erwarten könnte.

Organische Reichweite geht zurück

Die organische Reichweite bezeichnet die Anzahl der Leser oder Follower, die ein Unternehmen mit Posts erreichen kann. Da Facebook aber angekündigt hat, sich wieder verstärkt auf Privatnutzer zu fokussieren, beschneidet es die organische Reichweite von Unternehmen durch eine Anpassung seines Algorithmus. Der Rückgang ergibt sich daraus, dass Facebook Firmen dazu drängt, für die Social Media Aktivitäten zu bezahlen. Es wird aktuell sogar ein spezieller Feed getestet, mit dem nicht kostenpflichtig beworbene Beiträge von der News-Übersicht entfernt werden sollen. Das kann bedeuten, dass Firmen zukünftig kostenpflichtige Werbepakete kaufen müssen, um mit ihren Posts gesehen zu werden. Zudem werden die Inhalte, die von Firmen auf Facebook gepostet werden, immer mehr und das macht es komplizierter, das Zielpublikum zu erreichen und nicht in der Masse der Beiträge anderer unterzugehen.

Unternehmen sollten darauf reagieren, indem sie die Inhalte der eigenen Postings wirklich spannend für die Nutzer gestalten. Der häufig zitierte Mehrwert ist in stärkerem Maße gefragt, denn effiziente Inhalte können Nutzer davon überzeugen, sich weiter mit einem Newsfeed auseinander zu setzen. Das Marketing muss auf die Bedürfnisse der Leser oder Follower eingehen. Dazu gehört, dass:

  • ein Unternehmen eine Stimme in den sozialen Medien erhält und Inhalte auf die Bedürfnisse der Kunden fokussiert
  • eine Marke authentische Inhalte einsetzt und auch mit Live-Videos Aufmerksamkeit erregt
  • Firmen selektiv und seltener posten, um Interaktionen hervorzurufen
  • Unternehmen neue Features rasch nutzen und in das eigene Marketing einbauen

Entscheidend ist die Qualität, nicht die Quantität, mit der ein Video die Aufmerksamkeit der Nutzer bannt. Bald wird es nach Ankündigungen von Facebook Gruppen-Videochats geben – das Feature soll bereits in diesem Jahr veröffentlicht werden und Firmen neue Kommunikationsmöglichkeiten bieten.

Automatisierung als Trend im Marketing – immer mehr Chatbots

Chatbots werden schon heute von Versandhändlern zur Abwicklung von häufigen Kundenanfragen genutzt und die zunehmende Verbreitung der Messenger-Apps macht die Bots auch 2018 zu den Gewinnern. Die Bots leiten Traffic um, können Kaufentscheidungen beeinflussen und entlasten damit die Ressourcen eines Unternehmens. Sie werden zukünftig unaufhaltbar sein. Kunden wollen Unternehmen heute rund um die Uhr erreichen, auch außerhalb der klassischen Arbeitszeiten von Service-Mitarbeitern. Die Bots gehen auf Fragen der Kunden ein – egal zu welcher Zeit. Wenn Kunden – was immer häufiger vorkommt – Supportanfragen über Social Media stellen, erhalten sie dank eines Bots eine zügige Rückmeldung. Damit die Kunden die Facebook-Seite nicht enttäuscht verlassen, sollten Firmen auf die Bots setzen und bei der Technologie auf dem neuesten Stand sein.

Chatbots können genutzt werden, um:

  • Kunden beim Kauf von Produkten zu beraten
  • das Verbreiten von Nachrichten zu automatisieren
  • auf Support-Anfragen zu reagieren
  • FAQ-Probleme zu bearbeiten

Realität und Projektion vermischen sich bei Augmented Reality

Augmented Reality ist ein Schlagwort, das erstmals mit den Filtern, die Snapchat für Selfies anbot, bekannt wurde. Facebook griff die Idee auf und bot Nutzern Masken für Schnappschüsse an, damit die User den Facebook Live Chat häufiger verwenden. Augmented Reality kann aber noch mehr, etwa projizieren, wie das neue Möbelstück in der Wohnung der Kunden aussehen würde oder wie der modeaffinen Interessentin das neue Kleid stehen würde. Kunden könnten Produkte damit virtuell ausprobieren, ohne diese gleich zu bestellen und Unternehmen mit Rücksendekosten zu belasten. Estee Lauder erlaubt es Nutzerinnen beispielsweise, via Facebook Messenger Farbtöne von Lippenstiften auszutesten. Sie müssen dafür nur ein Foto hochladen und erhalten vom Bot einen Vorschlag für den perfekten Lippenstift. Können Kundinnen live ausprobieren, wie die Farbe im eigenen Gesicht wirken würde, führt dies zu einer höheren Kaufwahrscheinlichkeit – ein Trend mit viel Potenzial.

Wenn Inhalte im Moment leben

Snapchat war ein Vorreiter bei flüchtigen Inhalten. Mitteilungen, die sich nach einiger Zeit selbst löschen, erfreuten sich großer Beliebtheit und es verwundert nicht, dass auch Facebook auf diesen Zug aufsprang. Facebooks Stories konnten mit Snapchat zwar noch nicht mithalten, aber Analysten gehend davon aus, dass zukünftig Instagram Stories in Facebook automatisch mit gepostet werden können. Sogar Unternehmensseiten können die Stories erstellen – ein weiteres Tool, um aufzufallen und mit dem Trend zu gehen.

Facebook Explore Feed gibt die Kontrolle über Unternehmens-Posts zurück

Wenn die Unternehmensreichweite in den sozialen Medien zunehmend zurückgeht, lässt das Firmen daran zweifeln, ob sie auf Facebook überhaupt noch sichtbar sind – zumindest ohne bezahlte Werbeanzeigen. Hier kommt das neue Feature ins Spiel. Explore Feed sammelt Posts von Seiten, die bestimmten Nutzern gefallen könnten, auch wenn sie die jeweilige Seite nicht abonniert haben. Artikel, Fotos und Videos machen es möglich, einfacher relevante Inhalte zu finden, auch wenn die zugehörigen Unternehmen den potentiellen Lesern bisher noch gar nicht bekannt waren.

Fazit – auf dem Laufenden bleiben

Bei vielen Unternehmen ruft der Begriff „Trend“ eine gewisse Unsicherheit hervor. Tatsächlich ändern soziale Medien aber immer wieder ihre Spielregeln und Bedingungen, erproben neue Features und versuchen, sich an die Nutzer, aber auch an das Ziel der Einnahmeoptimierung anzupassen. Folgende Änderungen können Unternehmen aber zu ihrem Vorteil nutzen:

  • Augmented Reality für menschlichere Kundenbeziehungen
  • das Zielpublikum mit Bots analysieren und in Teilgruppen segmentieren
  • das Nutzen von Live-Videos als Streams auf verschiedenen Kanälen

Sie benötigen zu den benannten Themen eine ausführliche Beratung? Gerne beraten wir Sie direkt bei Ihnen vor Ort.

Zum Thema augmented Reality (Quelle: YouTube)

 

Stadt Plattling – Stadtmarketing von eller-design Werbeagentur GmbH

Plattling

Eine höchst angenehme und langjährige Kundin ist die Stadt Plattling, im Landkreis Deggendorf in Niederbayern. Was durch den Kontakt eines ehemaligen Deutschlehrers begann, dauert nun schon viele Jahre an und beruht, aus unserer Sicht, auf gegenseitigem Vertrauen und auch der entsprechenden Zufriedenheit mit seinem Gegenüber. Ein faires Miteinander und eine lockere und dennoch lückenlose und ehrliche Kommunikation, sind Basis unserer Zusammenarbeit. Besagter Lehrer engagierte uns damals, um für das größte kulturelle Aushängeschild der Stadt Plattling zu werben, nämlich dem Verein der Plattling Nibelungenfestspiele e.V. . Durch einige Erfahrungen in der Bewerbung mittelalterlicher Musik (der Gruppe Camerata Pledelinga, ebenfalls aus Plattling stammend) sowie dem Wissen um die Nibelungengeschichte und deren Hintergrund, fiel es leicht, sich in diese Thematik hineinzudenken.

Social-Media-Marketing – Facebookseite Plattling.de

Über den Nibelungenverein entstand automatisch auch der direkte Kontakt zur Stadt Plattling selbst. Als eine besondere Auszeichnungen empfinden wir es bis heute, daß wir als Werbeagentur aus Deggendorf, in Plattling engagiert wurden! Im ersten Schritt der Zusammenarbeit, stand die Social-Media-Präsenz, insbesonderne die Facebookseite der Stadt, im Fokus. Kommunale Facebookseiten sind hinsichtlich ihrer Frequentierung nicht unbedingt ein großer Hit, vor allem dann nicht, wenn auch die angeschlossene Website nicht dem technischen Stand der Zeit entspricht. Auch die inhaltliche Pflege war hier ein großes Thema.

Da man eine Facebookseite nicht alleine aus sich heraus aufbauen kann, also ohne angeschlossenes Netzwerk und kanalübergreifendes Marketing, musste ein entsprechendes Socia-Media-Konzept erstellt werden. Gesagt getan, wurden Inhaltsquellen recherchiert, Darstellungsformen und Rahmen definiert, das Profil-  und Titelbild der Facebookseite auf einen neuen Stand gebracht und ein Medienplan für die fortlaufenden Postings und die Seitenpflege erstellt. Kern der Belebung war jedoch eine großangelegte Kampagne, in der neben den Gewerbetreibenden auch alle Plattlingerinnen und Plattlinger eingebunden werden sollten. Die Gewerbetreibenden der Stadt wurden angehalten, Preise für ein Gewinnspiel zu stiften, wofür sie eine Werbefläche sowie die namentliche Nennung in der Lokalpresse als Gegenleistung erhielten. Die Plattlinger Zeitung war hier ein ebenso dankenswerter wie wichtiger Unterstützer!

Die Bürgerinnen und Bürger wiederum, wurden aufgefordert, die Facebookseite der Stadt Plattling zu liken und in ihrem privaten Facebooknetzwerk zu teilen. Dies waren gleichzeitig die Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel. Der Endeffekt war, dass wir es innerhalb kürzestes Zeit bewerkstelligen konnten, die Anzahl der Follower von unter 200 auf über 1000 ansteigen zu lassen. Für eine kommunale Seite, kein schlechter Wert. Mit der fortlaufenden Pflege der Seite wuchs auch die Interaktion der Follower und ist bis heute ist Facebook ein aktiver und interaktiver Medienkanal der Stadt.

Kulturamt und Ordnungsamt der Stadt Plattling

Kultur- und Ordnungsamt der Stadt Plattling, sind seit Beginn der Zusammenarbeit, wichtige Sparringspartner für die Umsetzung aller benötigten Medien. Ebenso stellen Sie den direkten Draht zum Rathaus dar und präsentieren die jeweiligen Zwischenschritte unserer Arbeit dem Ersten Bürgermeister.

Die grundstätzliche Vorbereitungen für die über das Jahr verteilten Events und Veranstaltungen der Stadt, werden von Kulur- und Ordnungsamt in Absprache mit den Stadträten und dem Bürgermeister ausgeführt. Diese Inhalte werden dann von eller-design Werbeagentur aufgegriffen, gesichtet und nach entsprechenden Korrekturschleifen in ein finales Gestaltungskonzept gebracht. Je nach Art und Umfang der Veranstaltung wird das fertige Ergebnis, auf Stadt- und Landkreisebene und teils auch darüber hinaus, unters Volk gebracht. Die großen Plattlinger Feste und Veranstaltungen die es hier zu nennen gibt, sind das Plattlinger Volksfest, das Käse- und Speckfest sowie natürlich das Nibelungenfestspiel, welches sich mit dem Nibelungenmarkt abwechselt.

Besonderes Augenmerk wird in Plattling bei der Planung von Veranstaltungen darauf gelegt, den Gewerbetreibenden, Vereinen und Bürgen nicht einfach die Ideen der Stadtführung überzustülpen, sondern diese soweit als möglich, in die Entscheidungsprozesse und vor allem die spätere Umsetzung einzubinden. So entsteht ein sozialkompetentes Miteinander und ein hohes Maß an Identifikation mit der Heimatstadt bzw. dem Gewerbestandort.

Plattlinger Christkindlmarkt – ein besonderes Highlight

Ein besonderes Highlight war und ist der Plattlinger Christkindlmarkt, welchen wir zu einem großen Teil mitgestalten durften. Hier wurden eine Vielzahl unterschiedlicher Hüttenmotive in Handarbeit gezeichnet, welche dann auf die Hütten aufgebracht wurden. Zudem werden jedes Jahr die zugehörigen Programmhefte, Gutscheine und Gratis-Postkarten für die Besucher und Fieranten erstellt. Das besondere Ambiente wird gekrönt vom Veranstaltungsort selbst, dem aufwändig überdachten Plattlinger Magdalenenplatz, der es auch bei Wind und Regen erlaubt, einen gemütlichen Bummel über den Markt zu machen.

Stadtjubiläum 1888

Plattling weiss große Anlässe gebührend zu feiern, so natürlich auch das 125-jährige Stadtjubiläum. Hier wurde alles aufgefahren was möglich war, ja sogar der Wasserturm wurde mit der Jahreszahl der Stadtgründung „1888“ bestückt. Die beleuchteten Zahlen sind bei Nacht bereits von der Autobahn aus zu sehen. Für das Jubiläumsjahr wurde das Branding der Stadt Plattling entsprechend modifiziert und auch öffentliche Verkehrsmittel wurden mit dem angepassten Logo bestückt. Von Plattling-1888-Aufklebern bis zur eigenen Jubiläumswebsite, über Preisausschreiben für alle Plattlinger bis hin zum Festakt, war alles aufgeboten, was die Kreativität und das Budget hergaben.

Plattlinger Käse- und Speckfest

Das Stadtjubiläum war gleichzeitig der Auftakt für das nun alle zwei Jahre wiederkehrende und sehr erfolgreiche Käse- und Speckfest, zu welchem Fieranten aus der Region wie auch aus Italien (z.B. San Daniele) geladen werden um die Besucher aus Nah und Fern mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Hier braucht es keiner Worte, hier lohnt sich ein Besuch bei dem ausgiebig geschlemmt wird!

Die süße Maus als Maskottchen der Stadt

Auf Wunsch des Ersten Bürgermeisters, wurden diverse Entwürfe für ein Stadtmaskottchen erstellt. Die finale Entscheidung fiel auf eine „süße Maus“, die das erste mal auch zum Käse- und Speckfest eingeführt wurde. Die Maus schlüpft dabei in alle möglichen Rollen, egal ob als Schauspielerin bei den Nibelungenfestspielen oder als fesche Maus im Volkfest-Dirndl. Als Sympathieträger ist diese Figur für alle Themen und auf allen Medien einsetzbar und bringt die Einrichtungen der Stadt und ihre Veranstaltungen nicht nur bei der jüngeren Zielgruppe sympathisch rüber.

Plattlinger Freibad

Auch im Plattlinger Freibad (Stadtwerke Plattling), ist die Maus bereits heimisch geworden. Dort ziert sie die Eintrittskarte für das Freibad und geht somit durch alle Besucherhände, die den Sommer über ihre Zeit am erfrischensten Ort in Plattling (gleich nach der Isarwelle ;-)) verbringen.

Weitere Leistungen für die Stadt Plattling

Neben den hier sehr illustrationslastigen Darstellungen unserer Leistungen, gibt es natürlich auch die klassischen Medien wie Anzeigen, Einladungen, Plakate, Broschüren oder Kataloge für bestimmte Einrichtungen der Stadt Plattling. Dazu gehören unter anderen, der Kolping-Verein Plattling, der Sankt Johann Nepomuk-Verein Plattling e.V., die Kirche St. Magdalena oder auch die Plattlinger Grundschule, für die natürlich entsprechend individuelle Darstellungsformen und Werbematerialien erstellt und verwendet werden. Zudem erfolgen partielle Beratungsleistungen im Beiche des Onlinemarketing (SEO, SEA, SEM etc.) für welche wir gerne aus unserem Erfahrungsschatz schöpfen.

Digitalisierung und Onlinehandel – Fluch oder Segen?

Digitalisierung und Onlinehandel – Fluch oder Segen?

Onlineshop

Wir leben in turbulenten Zeiten, in denen ein Umbruch den anderen jagt. Was am Morgen noch up to date war, ist am Abend bereits veraltet. Noch nie standen uns mehr Wissen und auch die Möglichkeiten dieses einzusetzen, zur Verfügung. Globale Kommunikation 24/7. Trotzdem scheint es so, als wären wir mehr und mehr überfordert mit der vermeintlichen Vereinfachung unseres Alltags, der zusehends hektischer und stressiger wird. Der Zuzug in die Städte nimmt ebenso zu wie die exponentiell wachsende Weltbevölkerung, gleichzeitig sinken die sozialen Interaktionen – und wir reden hier nicht vom Chat mit den „Facebook-Freunden“, dieser nimmt zu und lässt die Welt zur Smombie-Wüste (Smombie = Smartphone-Zombie) verkommen.

Alles schlecht an der Digitalisierung? Onlineshop ja oder nein?

Wir zeichnen hier ein schwarzes Bild unserer hochtechnisierten Welt. Sicherlich ist dabei nicht alles schlecht, es ist nur die Frage, wie setze ich das Ganze ein? Welche Vorbildung ist notwendig, um neue Technologien sinn- und gewinnbringend einzusetzen? Ist unser Bildungssystem auch nur im Ansatz auf den rasanten Fortschritt und die damit einhergehende Verantwortung in Sachen digitaler Bildung unserer Kinder und Jugendlichen eingestellt? Wie hält man als Erwachsener mit den Innovationen Schritt? Sicherlich eine ebenso berechtigte Frage.

Es macht keinen Sinn, Menschen zu reinen Konsumenten zu „degradieren“. Auch wenn wir im Marketing natürlich dafür zuständig zeichnen, Menschen zum Konsum anzuregen, vertreten wir nicht die Meinung „alles, immer und zu jedem Preis“. Denn nur zufriedene Kunden sind langfristige Kunden, egal ob im B2B oder im B2C Bereich. Dies ist nur möglich durch Kommunikation auf Augenhöhe, um Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen zu können. Unsere Wirtschaft ist angezählt, eben weil sie nur auf krankhaftes und blindwütendes Wachstum baut. Dass dies nicht nur aus mathematischer Sicht zum Scheitern verurteilt ist, muss man sicherlich nicht weiter ausführen, und aus unserer Sicht sollte man darauf vorbereitet sein – der nächste Crash wird wohl in der Geschichte seines Gleichen suchen.

Welche Möglichkeiten bestehen?

Die Digitalisierung bringt aber auch durchaus in vielen Lebensbereichen Fortschritt und Erleichterung, nicht nur im Hinblick auf z.B. unsere demografische Entwicklung und den abnehmenden Aktionsradius von Senioren. Einer dieser Bereiche ist in diesem Kontext der Einkauf von alltäglichen Dingen, wie Lebensmittel und andere Verbrauchsartikel, im World Wide Web. Nun könnte man schnell sagen, Onlineshops sind das Maß aller Dinge, es gibt nichts besseres und jeder sollte sofort und für immer seine Geschäfte von zu Hause aus erledigen. Ein Boom für alle Logistikunternehmen! Jein. Unsere Wirtschaft baut auf dem Einzelhandel auf, das sollte man nicht verdrängen. Dies bedeutet, insbesondere für uns als Marketingagentur, unserer Aufgabe in Sachen Aufklärung gerecht zu werden. Onlineshops sind gut, aber nicht auf Kosten bzw. anstatt des Einzelhandels. Hier müssen sinnvolle Verknüpfungen und Synergien geschaffen werden. Auch die Wirtschaftsförderer in den Städten sollten mit dem Know-how ausgestattet sein, mit welchem sie, ähnlich einem Unternehmensberater, Mittel und Wege aufzeigen können, um den Anschluss an die Digitalisierung nicht zu versäumen.

Am Beispiel eines Schuhgeschäft-Filialisten

Angenommen wir nehmen als Beispiel einen Filialisten aus der Schuhbranche und sehen uns eine einzelne Filiale an. Was tut der Kunde, wenn das Paar Schuhe beispielsweise nicht in der gewünschten Farbe oder Größe vorrätig ist? Unter Umständen könnte man in einer anderen Filiale anfragen, ob der Schuh dort vorrätig ist und bestellen. Dies bedeutet, ein weiterer Besuch des Kunden im Laden wird notwendig. Ob dies passieren wird, ist oft fraglich. Die Onlineangebote sind vielfältig, oft günstiger und 24/7 verfügbar – die Lieferung erfolgt direkt an die Haustüre. Es wird nur dann wieder umständlicher, wenn der Schuh doch nicht den eigenen Größenverhältnissen entspricht, also nicht passt und zurückgesendet werden muss. Ein weiterer Gang wird notwendig, diesmal zur Postfiliale, um die Retoure aufzugeben. Es wird nicht einfacher.

Warum also nicht bereits in der Filiale je ein unverkäufliches Probepaar vorrätig halten (übersteigt dies die Lager- und Logistikkapazität, kann auch die elektronische Fußvermessung Abhilfe schaffen), der Kunde kann es anprobieren und bei Bedarf in seiner Wunschfarbe direkt über den hauseigenen Onlineshop bestellen. Der Onlineshop wird natürlich zentral zur Verfügung gestellt und jede Filiale ist über eine Art Affiliatesystem daran angeschlossen. Es wird also vor Ort aufgrund dessen nicht weniger Umsatz geschrieben und die Filiale verliert auch weniger Kunden an den reinen Onlinehandel. Der Kunde ist zufrieden, genießt die soziale Interaktion und den Service im Laden, kann die Schuhe anprobieren und bekommt sie, falls nicht vorrätig, passend nach Hause geliefert. Die Enttäuschung bleibt aus, die Retourenquote für den Schuhhändler wird deutlich gesenkt.

Ein weiteres emotionales Nutzererlebnis kann dadurch integriert werden, dass man den Kunden vor Ort im Laden die eigene Bestellung, über entsprechende Touchscreens, selbst auführen lässt. Ideal, um den Kunden langfristig zu binden und ihn, wohl dosiert, mit attraktiven Angeboten zu versorgen, ausgehend von seinen Nutzerdaten, die er angibt um die Bestellung online auszulösen.

Am Beispiel eines reinen Einzelhändlers

Wenn wir uns nun einen reinen Einzelhandel ansehen, dessen größter Feind mittlerweile der Filialist sein kann, dann ist es umso mehr nötig, sich entsprechend auf diese Marktsituation einzustellen. Zugegeben, dies ist nicht immer einfach und in manchen Fällen wohl auch nicht (mehr) möglich bzw. sinnvoll. Die Anpassung kann und darf dabei jedoch nicht nur über den Preis erfolgen.

Nehmen wir als Beispiel einen lokalen Schmuckhändler – zwar stellt er eine lokale Marke dar, selbst erarbeitet durch Kreativität, Qualität, hochwertige Materialien und den Faktor Zeit. Doch eben letztere spielt gegen ihn, der Druck wird größer. Die Mietpreise steigen, die Materialpreise schwanken und der Konkurrenzdruck im Web wird fast exponentiell mehr. Viele Anbieter locken mit Konfiguratoren, sogar mobil verfügbar, ebenso hochwertigen Materialien und die Preise sind, wie sollte es auch anders sein, Kampfpreise. Was tun, außer Fixkosten minimieren und sparen an allen Ecken und Enden? Da kann die Freude an der Arbeit schnell mal auf der Strecke bleiben.

Was also tun?

Regel Nr. 1

Eine moderne Webpräsenz, im Sinne einer Website, ist zwingend notwendig. Technisch auf dem Stand der Zeit, mobil verfügbar, responsive und natürlich entsprechend bei Google My Business als lokales Unternehmen eingetragen. Die Website sollte nicht nur als statische Visitenkarte im Netz vor sich hin altern, sondern sie sollte als stets aktueller Spiegel des fortlaufenden Geschäftsbetriebes dienen und dem Kunden ein Mehr an Information rund um die Produkte liefern. Die Inhalte sollten eigene, also originäre Texte sein und nicht von einem Mitbewerber oder anderen Anbietern im Netz kopiert werden. Hier spricht man von Duplicate Content und dieser ist Gift. Machen Sie sich die Arbeit und Google belohnt dies mit einer Verbesserung der Sichtbarkeit ihrer Website auf der SERP, der Search Engine Result Page (Google-Ergebnisseite). Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein, wenn DC produziert wird. Zu diesem Thema gibt es zwar noch sehr viel mehr zu sagen, aber dies zu einem anderen Zeitpunkt oder auch gerne bei einem Beratungsgespräch.

Regel Nr. 2

Ihre Webpräsenz, die sauber gepflegt, durchaus auch einen Teil Ihres Firmenwertes darstellt, ist jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn es um Ihre Wettbewerbsfähigkeit geht – aber sie ist die beste Ausgangsbasis. Darauf kann dann z.B. ein Webshop aufgebaut werden, der in die Website integriert oder auf einer separaten Domain etabliert wird. Hier kann nun innerhalb entsprechender fach- und produktspezifischer Artikel, die auf der Website publiziert werden, auf den Onlineshop verwiesen werden.

Kleiner Tipp – sorgen Sie bereits bei der Auswahl Ihrer Domains dafür, dass Sie die passenden Keywords (die Begriffe, die bei Google gesucht werden und am wahrscheinlichsten zum Auffinden Ihrer Seite/Produkte führen) bereits im Namen und der URL-Struktur von Website und Onlineshop vorhanden sind.

Die auf Ihrem Onlineshop angebotene Produktauswahl ist natürlich abhängig von den Vorlieben Ihrer Kunden. Da es sich in dieser handwerklich orientierten Branche überwiegend um die Produktion von exklusiven Einzelstücken handeln dürfte, werden diese auch entsprechend limitiert ausgezeichnet und nicht in hohen Stückzahlen produziert. Hier bietet sich jedoch an, auch eine überschaubare Menge an „Massenprodukten“ oder Top-Sellern anzubieten, um den „Großen“ den ein oder anderen Marktanteil abzunehmen. Hier können Sie entweder eigene Produkte in die Serienproduktion geben oder Produkte von Großhändlern mit in Ihre Angebotspalette aufnehmen. Variante 1 würden wir auf jeden Fall bevorzugen. Natürlich kann man das Angebot auch um etwaige Goldschmiedekurse, Fachseminare, Online-Gutscheine und Ähnliches erweitern. Speziell solche, nennen wir sie mal öffentlichkeitswirksame oder virale Inhalte, können dann auch wieder auf der Website in Form von wertigen Inhalten verarbeitet werden – mehr dazu unter „Regel Nr. 3“.

Diese Vorgehensweise wird unter dem großen Begriff der Wirtschaft/Industrie 4.0 als das Angebot von sogenannten Product-Services bezeichnet. Also Dienstleistungen/Services/virtuelle Produkte, die um die Produktpalette herum angeboten werden können, ohne diese selbst zu erweitern. Dies beginnt bei Beratungsleistungen rund um das Produkt, seine Herstellung, die verwendeten Materialen etc. und mündet zum Beispiel in ein buchbares Abomodell, passend zum Produkt oder in diesem Falle den Goldschmiedekurs, der u.a. auch über den Onlineshop buchbar wäre. Hier gibt es selbstverständlich bessere Anwendungsbeispiele, aber der Begriff „Product-Services“ sollte mal gefallen sein.

Regel Nr. 3

Nun haben wir schon einen groben Überblick darüber geschaffen, was zur Erweiterung des offline-Geschäftes sinnvoll und notwendig wäre. Dies erweitern wir nun um das Thema Social-Media.
Das Thema ist ebenso breit wie es Social-Media-Kanäle gibt und darf leider ebenso wenig unterschätzt werden. Hierbei gelten natürlich allem voran wieder die Fragen, welche Kanäle machen für Ihr Produkt überhaupt Sinn und in welchem Umfang kann/möchten/müssen Sie diese Kanäle pflegen und mit Inhalten befüllen? Auch die sinnvollste Verknüpfung mit Website und/oder Onlineshop sollte wohl überlegt sein.

Im erste Schritt sollten Sie sich die Zielgruppenverteilung der jeweiligen Kanäle ansehen und entscheiden, welcher Kanal der relevanteste ist. Facebook z.B. hat eine Zielgruppenverteilung von 18-34 Jahren. Die Anzahl der Personen mit Jahrgängen vor 18 Jahren und ab 35 Jahren, sind wesentlich weniger. Ab dem 35. Lebensjahr nimmt die grundsätzliche Nutzung von Social-Media-Kanälen drastisch ab. Trotz allem, in diesem Zeitraum, zwischen 18 und 35, kann man durchaus für die virale Verbreitung seiner Produkte und der Etablierung einer Marke sorgen, sofern das Konzept und die Umsetzung stimmen. Hat man z.B. die Möglichkeit wirkungsvolle Bilder sprechen zu lassen, dann sollte man mit Kanälen wie Instagram oder Pinterest arbeiten. Lebt Ihr Produkt von stündlichen Neuigkeiten, vernachlässigen Sie auf keinen Fall Twitter. Besteht die Möglichkeit und die Notwendigkeit Videoinhalte rund um Ihre Produkte zu generieren, so tun sie das und schaffen Sie Ihren eigenen YouTube-Kanal. Bewegtbild in jeder Form ist das Content-Marketing der Zukunft.

Da wir ja grundsätzlich versuchen müssen, mit unseren Web-Inhalten Google zu gefallen, empfiehlt es sich, grundsätzlich einen Google+ Account zu pflegen und regelmäßig mit Neuigkeiten (Text & Bild) zu befüllen. Ein Google+ Account wird im Grunde gleichzeitig erstellt, wenn man sich bei Google My Business anmeldet und verifiziert. Einfach die abgefragten Daten eingeben und loslegen. Die Google+-Oberfläche ähnelt dem Stil eines klassischen Online-Blogs und ist relativ einfach zu bedienen. Google belohnt natürlich den Aufwand, wenn man googleeigene Produkte pflegt, ist klar! 😉

Darüber hinaus und alles andere als zeitlich weit entfernt, sind dabei auch die Themen der virtuellen Realität und der augmented Reality. Hierbei haben Ihre Kunden die Möglichkeit, Ihre Produkte im virtuellen Raum zu erleben.

Regel Nr. 4

Scheuen Sie sich nicht vor Mehrarbeit und möglichen Investitionen – hier geht es um Ihre Zukunft und den Fortbestand Ihres Geschäftes.
Klar, das oben genannte bedeutet ein Mehr an Arbeitseinsatz, womöglich auch finanzielle und personelle Vorleistungen. Leider kann man die Notwendigkeit nicht mehr wegdiskutieren oder klein reden. Tun Sie nicht was nötig ist, werden es die anderen tun und die Marktbereinigung könnte Sie treffen. Die aktuellen Entwicklungen sind alles andere als gesund, aber man kann sich davor schützen, indem man die Trends erkennt ihnen in einem sinnvollen Maße folgt und für sich nutzt. Dabei helfen wir Ihnen gerne.

In diesem Sinne hoffen wir, wir konnten Ihnen eine kleinen Einblick in die aktuellen Herausforderungen zum Thema Digitaliserung und Onlinehandel geben. Die Lösungsansätze sind vielschichtig, aber letztlich nicht kompliziert – lassen Sie uns darüber sprechen.