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Aerospace, Defense und ein neuer Webauftritt: Die Wethje Carbon Composites GmbH

Wenn ein Industrieunternehmen seine Ausrichtung schärft, muss der Webauftritt mitziehen. Bei der Wethje Carbon Composites GmbH im niederbayerischen Vilshofen-Pleinting war genau das der Fall: Aus einem breit aufgestellten Verarbeiter von Faserverbundwerkstoffen ist ein fokussierter Zulieferer für Aerospace und Defense geworden. Die bisherige Website bildete diese Positionierung nicht mehr ab.

Wir haben den Auftritt deshalb komplett neu aufgebaut – von der Konzeption über Design, Text und Technik bis zu Hosting und laufendem Betrieb.


Wer ist Wethje – und was macht das Unternehmen?

Über 45 Jahre Erfahrung mit Faserverbundwerkstoffen

Wethje verarbeitet seit über 45 Jahren Faserverbundwerkstoffe zu Bauteilen für technisch anspruchsvolle Einsatzbereiche. Seit 2018 gehört das Unternehmen vollständig zur Mitsubishi Chemical Group – einem Konzernverbund, der die Wertschöpfung bei kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen von der Faser bis zum fertigen Bauteil abdeckt. Am Standort Pleinting ist die gesamte Prozesskette unter einem Dach vereint, von der Konstruktion bis zur Qualitätssicherung.

Zwei Anwendungsfelder: Aerospace und Defense

Faserverbundwerkstoffe spielen ihre Stärken dort aus, wo Gewicht unmittelbar auf Reichweite, Nutzlast und Manövrierfähigkeit durchschlägt. Genau das prägt die beiden Schwerpunkte:

Aerospace – Struktur- und Verkleidungsbauteile für die Luftfahrt. Jedes eingesparte Kilogramm wirkt sich direkt auf Reichweite, Nutzlast und Betriebskosten aus. Gleichzeitig gelten hohe Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Prozessdokumentation und reproduzierbare Serienqualität.

Defense – Bauteile und Baugruppen für Verteidigungsanwendungen. Neben dem Gewichtsvorteil zählen hier mechanische Belastbarkeit, Schutz vor Umwelteinflüssen und robuste Serienfähigkeit.

Von der Idee bis zum Serienbauteil

Ein Composite-Bauteil entsteht nicht durch das bloße Übersetzen einer Metallkonstruktion in Faserverbund. Der Werkstoff ist anisotrop – seine Eigenschaften hängen von der Faserrichtung ab. Wer nur substituiert, verschenkt Potenzial. Wethje begleitet Bauteilprojekte deshalb über die gesamte Entwicklungskette: von Konzeption und Machbarkeitsstudie über Detailkonstruktion, Crash-Simulation, Prototyping und Bauteilerprobung bis zu Produktionskonzept, Fertigung und Montage.

Der Vorteil dieser durchgängigen Kette liegt in der Rückkopplung: Erkenntnisse aus Prototypenbau und Erprobung fließen zurück in die Konstruktion, bevor teure Serienwerkzeuge beauftragt werden.

Fertigungstechnologien am eigenen Standort

Welches Verfahren zum Einsatz kommt, ergibt sich aus dem Bauteil – aus Geometrie, Stückzahl, Oberflächenanspruch und mechanischer Belastung. Wethje beherrscht die relevanten Prozesse selbst und wählt sie bauteilspezifisch aus:

  • Autoklav-Technologie – für komplexe Verbundbauteile mit hohem Faservolumengehalt und hoher Oberflächengüte
  • PCM / SMC / RTM und HP-Technologie – gepresste Verbundbauteile in größeren Stückzahlen
  • CNC-Bearbeitung – Endkonturbearbeitung mit hoher Wiederholgenauigkeit
  • Lackierung – Oberflächenveredelung in unternehmenseigenen Lackierkabinen
  • Messtechnik und Qualitätssicherung – hochpräzise 3D-Messtechnik und digitale Bauteilprüfung

Zertifizierung als Zugangsvoraussetzung

In der Luftfahrt- und Verteidigungszulieferung ist ein Qualitätsmanagementsystem keine Auszeichnung, sondern Eintrittskarte. Der Standort Pleinting ist nach EN 9100:2018 zertifiziert – technisch äquivalent zur amerikanischen AS 9100D und zur japanischen JISQ 9100:2016, einschließlich der Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015. Ergänzt wird das durch ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 50001 (Energiemanagement).

Für Kunden heißt das konkret: Jedes Bauteil ist bis auf Materialcharge und Prozessparameter zurückverfolgbar, Änderungen durchlaufen ein geregeltes Freigabeverfahren, Abweichungen werden dokumentiert und abgestimmt.


Unsere Leistungen im Projekt

Ausgangslage

Der alte Auftritt war über Jahre gewachsen: veraltete technische Basis, Inhalte aus einer Zeit, in der andere Branchen im Vordergrund standen, dazu eine Struktur, die zur heutigen Aufstellung nicht mehr passte. Ein Redesign auf bestehender Basis hätte die strukturellen Probleme nur überdeckt. Wir haben deshalb komplett neu aufgesetzt.

Konzeption und Struktur

Am Anfang stand nicht das Design, sondern die Frage: Wer landet auf dieser Seite und was muss er in 30 Sekunden erfassen? Bei einem Aerospace- und Defense-Zulieferer sind das Einkäufer, Entwickler und Qualitätsverantwortliche – Menschen, die nach Verfahren, Zertifizierungen und Fertigungstiefe suchen, nicht nach Imagebildern.

Daraus entstand eine bewusst schlanke Struktur mit fünf Bereichen: Unternehmen, Kernkompetenzen, Technologien, Zertifizierung, Kontakt. Jede Seite beantwortet genau eine Frage.

Design und Umsetzung

Gestalterisch orientiert sich die Seite an der Industrie selbst: reduzierte Typografie, viel Weißraum, großformatige Aufnahmen aus der Fertigung, dezente Linien-Illustrationen für die beiden Anwendungsfelder. Die Website ist vollständig responsiv und auf schnelle Ladezeiten optimiert – wichtig, weil ein relevanter Teil der B2B-Recherche heute mobil stattfindet.

Zweisprachig aufgebaut ist der Auftritt ebenfalls: Deutsch und Englisch, sauber getrennt und suchmaschinenseitig korrekt zugeordnet. Aerospace und Defense sind internationale Märkte.

Website erstellen lassen →

Inhalte: fachlich statt werblich

Ein großer Teil der Arbeit steckte im Text. Wir haben die Inhalte gemeinsam mit dem Kunden neu erarbeitet – nicht als Marketingprosa, sondern als fachliche Erklärung: Warum ist die Verfahrenswahl entscheidend? Was bedeutet EN 9100 in der Praxis? Warum ist eine durchgängige Entwicklungskette wirtschaftlich relevant?

Das ist auch aus SEO-Sicht die richtige Entscheidung. Suchanfragen sind in diesem Segment sehr spezifisch. Wer darauf nur mit Floskeln antwortet, wird nicht gefunden.

Suchmaschinenoptimierung

Die Seite wurde von Grund auf suchmaschinenfreundlich aufgebaut: klare Struktur, saubere Technik, passende Inhalte je Sprachversion und schnelle Ladezeiten. Besonderes Augenmerk lag auf dem Umzug selbst – beim Relaunch entscheidet sich die SEO-Bilanz daran, ob bestehende Rankings und Verlinkungen mitgenommen werden. Das haben wir entsprechend vorbereitet und abgesichert.

Dazu kommt das Monitoring: Wir sehen, welche Seiten indexiert sind, über welche Suchanfragen Nutzer kommen und wo nachgeschärft werden sollte.

SEO, SEA, SEM →

Hosting und Betrieb

Der Auftritt liegt auf einer deutschen Managed-Hosting-Umgebung mit automatisierten Backups, Testumgebung und laufender Wartung. Der Wechsel vom bisherigen Anbieter erfolgte ohne Ausfallzeit.

Ein Punkt, der bei Relaunches regelmäßig unterschätzt wird: die Zustellung von Formular-Anfragen. Wenn Kontaktanfragen im Spamfilter landen, ist die beste Website wertlos. Der Versandweg wurde deshalb sauber eingerichtet und real getestet.

Dazu kommt der laufende Betrieb: Updates, Monitoring, Backups, Performance-Kontrolle – damit sich der Kunde um seine Bauteile kümmern kann und nicht um seine Website.

Datenschutz und Rechtssicherheit

DSGVO-konformes Consent-Management, Blockierung nicht notwendiger Dienste vor Zustimmung sowie Datenschutzerklärung und Impressum in beiden Sprachen. Bei einem Unternehmen mit Konzernanbindung ist das kein Nebenschauplatz.


Was das Projekt zeigt

Ein Website-Relaunch im Industrieumfeld ist kein Designprojekt. Er ist ein Übersetzungsprojekt: Fachliche Tiefe muss so aufbereitet werden, dass Einkäufer und Entwickler in wenigen Sekunden erkennen, ob ein Zulieferer für sie infrage kommt – und Suchmaschinen dasselbe verstehen.

Dass Konzeption, Design, Text, Technik, SEO und Hosting bei uns aus einer Hand kommen, ist dabei kein Verkaufsargument, sondern eine praktische Notwendigkeit. Sonst diskutiert am Ende die Agentur mit dem Hoster, während der Kunde wartet.

Sie planen einen Relaunch oder haben eine Website, die Ihr Unternehmen nicht mehr richtig abbildet? Sprechen Sie uns an – wir schauen uns Ihre Ausgangslage an und sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist.

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